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Fußball und Kultur

Wochenrückblick von Hans Zaremba

Zwei unterschiedliche Themen bestimmten in den vergangenen Tagen in Lippstadt in ihren jeweiligen Zirkeln und darüber hinaus die Diskussionen: Der vermutliche Abstieg des SV Lippstadt 08 von der Regionalliga West in die Oberliga Westfalen und die Vorschläge für die überfällige Erweiterung des Museums auf dem Areal des Marktplatzes. Gleichwohl haben beide Angelegenheiten etwas Gemeinsames. Sie sind Beiträge für das Stadtmarketing in der größten Stadt im Kreis Soest und ihrer angrenzenden Region im Dreieck der benachbarten Gebietskörperschaften Gütersloh, Paderborn und Warendorf.

Betrachtungen der vergangenen sieben Tage:
Sie nimmt Hans Zaremba im heutigen Wochenrückblick vor.

SV 08

Als der SV Lippstadt 08 im Frühjahr 2013 erstmals einen Platz in die Regionalliga West ergattern konnte, war die Begeisterung bei den heimischen Fußballfreunden groß. Aber sie währte damals nur für ein Jahr, weil in 2014 die Schwarz-Roten wieder in die Oberliga zurückkehrten. Doch in 2018 schaffte es die 1997 aus Borussia Lippstadt 08 und Teutonia Lippstadt 08 zum Spielverein Lippstadt 08 fusionierte Gemeinschaft erneut, in die Regionalliga aufzusteigen. Aber nach dem vergangenen Sonntag mit dem 1:3 gegen die „kleinen Geißböcke“ aus Köln sieht es für den Lippstädter Vorzeigeverein düster aus. Es gibt für den SV 08 in den verbleibenden drei Begegnungen in der viertklassigen Profiliga nur noch wenige Möglichkeiten, die Klasse zu erhalten. Aus eigener Kraft geht nichts mehr. Ohne Schützenhilfe von dritter Seite haben sich die Besucherinnen und Besucher in der Saison 2024/25 im schmucken Stadion „Am Bruchbaum“, wieder auf Oberligapartien einzurichten. Gewiss ein Qualitätsverlust.

Museum

Einen ganz anderen Schwund an Güte wird entstehen, wenn nicht bald etwas Wirkungsvolles für das Museum im Lippstädter Stadtzentrum geschieht. Konkret geht es um den Anbau auf dem jetzigen Marktplatz, wie er seit Jahren von vielen Lippstädterinnen und Lippstädtern favorisiert wird. Es ist für viele Beobachterinnen und Beobachter der Kulturszene an der Lippe unverständlich, warum sich der von der CDU gestellte Bürgermeister (und ihm auch wohl Teile seiner Partei) gegen diese Überlegungen sperren, während der von der Union entsandte sachkundige Bürger und Architekt Bernd Passgang offenkundig ein vehementer Befürworter dieses Projektes ist. Eine Stadt, die nicht vor allzu langer Zeit für Missmanagement (Fiasko mit Zinswetten) durch ihre eigene Kämmerei eine beträchtliche Summe (es sollen 15 Millionen Euro gewesen sein) berappen musste, sollte genauso die notwendigen Mittel für eine Attraktivitätssteigerung ihres Museums finden. Dies auch vor dem Hintergrund, da ihr für diesen Zweck womöglich noch private Sponsorengelder in beträchtliche Höhe winken.

Tag der Arbeit

Zum Schluss dieser Kolumne noch eine angenehme Anmerkung: Begünstigt vom guten Wetter war der „Tag der Arbeit“ am Mittwoch ein voller Erfolg. Den Verantwortlichen war es wiederum gelungen, ein attraktives Programm auf die Beine zu stellen. Und die vom örtlichen DGB (Deutscher Gewerkschaftsbund) verpflichtete Referentin Gabriele Schmidt von der Vereinigten Dienstleistungsgewerkschaft (Ver.di) fand mit ihrer von viel Beifall begleiteten Rede zur gegenwärtigen politischen Situation die zutreffenden Worte. Dazu war am Mittwochabend mit „Mindestlohn muss angehoben werden“ auf dieser Homepage ein eigener Beitrag veröffentlicht worden.

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