Die am heutigen Sonntag in Mönchengladbach verkündete Entlassung des Trainers Eugen Polanski nach drei Schlappen der von ihm betreuten Mannschaft in den ersten drei Begegnungen der 64. Auflage der Bundesliga ist keine Überraschung. Eine solche Maßnahme gehört zu den gängigen Abläufen, wenn ein Club erfolglos ist. Ob jedoch der Rauswurf des erst vor einem Jahr beim fünfmaligen deutschen Fußballmeister installierten Coachs die Probleme der Niederrheiner löst, ist ungewiss.
Der Bundesligakommentar von Hans Zaremba

Ihn beschreibt der BVB-Fan Hans Zaremba in seiner wöchentlichen Bundesligakolumne.
Mönchengladbach
Vom Beginn an seiner Aufgabe war der nun freigestellte Trainer in Gladbach umstritten. Er hat es genauso wenig wie sein im September 2025 geschasster Vorgänger Gerado Seoane vermocht, den Mönchen Stabilität zu vermitteln. Fragen muss sich vor allem der aus Arnsberg stammende Sportchef Rouven Schröder, inwieweit seine Entscheidungen mit Blick auf die Kaderbildung erfolgreich waren. Womöglich wird auch er bald gehen müssen, wenn der Nachfolger des bisherigen Übungsleiters ebenfalls kein Glück beim VfL Borussia hat.
Hamburg
Gleichfalls steckt der Hamburger SV nach seinem zweiten 0:5 innerhalb einer Woche in einer schweren Krise. Auch bei den Brausemännern in Leipzig hatten die Rothosen nicht den Hauch einer Chance. Mit null Punkten auf dem Konto und einem Torverhältnis von 0:12 ist der ruhmreiche einst von Uwe Seeler geprägte HSV das Schlusslicht der Liga. Übrigens schlechter sind die Hanseaten bislang noch nicht in eine Spielzeit des Oberhauses gestartet.
Köln
Hingegen ist dem Effzeh aus der Domstadt am Rhein der Bundesliga-Auftakt wesentlich besser gelungen. Vier Punkte haben die Geißböcke bisher einsacken können. Doch ihr 1:1 gegen dem SV Werder war nach dem Spielverlauf zu wenig, da sie ihre frühe Führung nicht ausbauten und durch das späte Gegentor von Niclas Füllkrug den schon eingeplanten Heimsieg aus der Hand gaben. Damit bleiben Bremen und Köln im Mittelfeld der Tabelle.
Schalke
Verblüfft haben nach dem 0:0 im Treffen mit den Bayern erneut die Blauen aus dem Revier, die in Berlin-Köpenick ein 3:1 holten. Neben dem sportlichen Ausrufezeichen seines Teams trat am Tag danach ihr Coach Miron Muslic selbstbewusst im „Aktuellen Sportstudio“ des ZDF auf: „Wir sind wieder zurück in der Bundesliga, da wo der FC Schalke 04 hingehört.“ Es scheint so, als könnten die Knappen und ihr Trainer, die vor mehr als einem Jahr in der Zweiten Liga ihren gemeinsamen Weg begannen, auch ein Stockwerk höher bestehen.
Dortmund
Dem BVB 09 gelang bei der Rückkehr ihres Verteidigers Nico Schlotterbeck in das schwarz-gelbe Aufgebot im westfälischen Vergleich mit den Blau-Schwarzen aus Paderborn ein klares 3:0. Damit konnten die von Niko Kovac formierten Fußballer mit neun Punkten aus drei Partien auch nach dem dritten Spieltag ihren Rang vor dem Rekordmeister halten. Obwohl die Auswahl aus dem Hochstift in Dortmund tapfer mitwirkte, befindet sie sich infolge ihres bisherigen Ertrags von nur einem Zähler dort, wo sie im Sommer vom größten Teil der Experten vor ihrem dritten Bundesliga-Abenteuer einsortiert wurde: In der Abstiegszone.
Elversberg
Schon vor dem Anpfiff hatte das Duell zwischen dem saarländischen Dorfverein und dem Ensemble aus der bayerischen Großstadt viele Fußball-Anhänger in ganz Deutschland elektrisiert. Denn einen größeren Unterschied von zwei Teams hat es in den 63 Jahren der Bundesliga-Historie kaum gegeben. Gleichwohl war das 2:1 der Bayern bei der SV Elversberg 07 nicht nur ein glanzloser Dreier von München, zudem auch ein mühsamer Erfolg.