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Der nächste Schritt soll jetzt folgen

Vor zwei Jahren musste der SV Lippstadt 08 nach sechs Spielzeiten in der Regionalliga den bitteren Gang in die Oberliga Westfalen antreten. Waren zuvor mit Alemannia Aachen, Rot-Weiß Essen und Preußen Münster einstige Bundesligisten mit ihren Fans in der Liebelt-Arena zu Gast, kamen in der fünftklassigen Oberliga die Mitbewerber unter anderem aus Clarholz, Ennepetal, Hiltrup, Rheine und Sprockhövel.

Hans Zaremba zum Oberligastart des SV Lippstadt 08

Lippstadt am Pfingstmontag, 25. Mai 2026:
Die Spieler des SV 08 bereiten sich auf diesem Foto auf das letzte Heimmatch in der Oberliga-Saison 2025/26 gegen Preußen Münster II vor. Am Ende mussten sich die Schwarz-Roten mit einem 1:3 begnügen. Jetzt steht an diesem Sonntag, 9. August, zum Start in die Spielzeit 2026/27 die Begegnung mit Westfalia Kinderhaus aus Münster auf dem Programm.
Archiv-Foto: Hans Zaremba

Lösbare Aufgabe

So wird dies nun auch in der dritten Oberliga-Saison in Folge sein. Zum Auftakt bestreiten die Schwarz-Roten am kommenden Sonntag, 9. August, 15.00 Uhr, im vormaligen Stadion „Am Bruchbaum“ gegen die SC Westfalia Kinderhaus, ein Heimspiel. Der nördlich vom Stadtzentrum Münster beheimatete und 1920 gegründete Club schaffte in diesem Frühjahr erstmals den Aufstieg in der Oberliga Westfalen. Mit seinen rund 2.800 Mitgliedern ist er einer der größten Sportvereine in der Metropole des Münsterlandes. Nach der Papierform für den von Felix Bechtold seit 2019 trainierten Lippstädter Vorzeigeverein eine lösbare Aufgabe, obwohl die Partien des SV 08 beim am letzten Juli-Wochenende ausgetragenen Blitzturnier an der Lippe mit durchwachsenen Resultaten endeten. 1:1 gegen den diesjährigen Regionalligaaufsteiger Westfalia Rhynern und 0:0 im Vergleich mit dem SV Meppen II aus der Oberliga Niedersachsen. Folglich beginnt nun für die Lippstädter die Bewährungsprobe. Mit dem vollzogenen Neuaufbau geht nun eine gewachsene Auswahl in den Spielbetrieb mit 17 Konkurrenten. Ob der große Umbruch, den Dirk Brökelmann als Sportdirektor und der Übungsleiter Felix Bechtold zu verantworten haben, gelungen ist, muss sich noch zeigen. Die Erwartungen, dass aus einer ambitionierten Oberliga-Mannschaft ein echter Aufstiegskandidat wird, sind jedenfalls groß. Aus dem Umfeld des 1997 von den Fußballabteilungen der Borussen und Teutonen fusionierten Spielverein 08 ist zu hören, dass sich seine Kicker entwickelt haben und der nächste Schritt jetzt folgen soll. Viele der treuen Anhängerinnen und Anhänger des SV hatten schon im letzten Mai auf ein Comeback von Lippstadt in die unter Profibedingungen agierende Regionalliga West gehofft.

Bevorstehendes Jubiläum

Eine unglückliche Serie von Niederlagen und Unentschieden im April beendeten die lang gehegten Aufstiegspläne. Mit dem vierten Rang in der Oberliga wurde die Qualifikation für den Westfalenpokal geschafft, wo Lippstadt am vergangenen Sonntag auf SVKT Minden 07 (Spielvereinigung Kutenhausen-Todtenhausen 07 Minden) traf und dort mit 4:1 gewann. Dennoch hatte manche Beobachter das Gefühl, dass Lippstadt sein Potential nicht vollständig ausschöpfen konnte. Vom Sportchef Brökelmann war dazu aus den Medien zu entnehmen: „Ich glaube schon, dass noch mehr drin gewesen wäre.“ Aber durch das Verletzungspech wirkte das schwarz-rote Team in 2025/26 verkrampft. Kapitän Gerit Kaiser fiel zum Saisonstart in 2025 mit einem Kreuzbandriss aus, später erwischte es auch den Goalgetter Nico Tübing. Ebenso waren Mazlum Bolot und Louis Neugebauer für längere Zeit nicht an Bord. Zudem konnte Maximilian Franke mehrere Wochen nicht auflaufen. Mit einem kompletten Kader hätte man nach Einschätzung von Brökelmann bis in die Schlussphase um den Aufstieg mitspielen können, hatte er gegenüber dem Sportmagazin „Kicker“ betont. Und mit dem Coach Bechtold steht weiterhin ein Mann an der Seitenlinie, dem eine klare Spielidee und sorgfältige Arbeit bescheinigt wird. Dazu wartet er mit Gegneranalysen und Trainingsplanung auf, die für tägliche Arbeit eines Betreuers in der Oberliga recht außergewöhnlich seien. Auch menschlich scheint es zu passen: Offenbar vertrauen sich Verein und Trainer. Gute Aussichten, im Sommer 2027 zum dritten Mal die Regionalliga zu erreichen. Das wäre gewiss ein guter Beitrag für das anstehende Fusions-Jubiläum des SV Lippstadt 08. Zur Erinnerung: Im Juni 1997 beendeten Borussia und Teutonia ihre jahrelangen Gespräche, die zur Vereinigung ihrer Fußballabteilungen führten.

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