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Engagement für das Gemeinwesen

Hohe Verlässlichkeit, Kontinuität und langer Atem, Sinn für pragmatische Lösungen und vor allem ein hohes Gerechtigkeitsempfinden zeichne Martin Schulz aus. Diese Eigenschaften hob der seinerzeitige Bürgermeister Christof Sommer hervor, als dem Bad Waldliesborner im November 2016 der Ehrenring der Stadt Lippstadt verliehen wurde. Am heutigen Montag vollendet der einstige Ratsherr sein 80. Lebensjahr.

Martin Schulz vollendet sein 80. Lebensjahr

Lippstadt am Samstag, 18. Mai 2019:
Eine Begegnung von zwei Sozialdemokraten mit einem identischen Namen. Der Bad Waldliesborner Martin Schulz (rechts) begrüßt im Europawahlkampf am Informationstand der örtlichen SPD vor dem Rathaus den früheren Präsidenten des Europäischen Parlaments und das damalige Mitglied des Deutschen Bundestages, Martin Schulz aus Würselen.
Archiv-Foto: Hans Zaremba

Stadtentwicklung

Der Finanzbeamte im Ruhestand gehörte von 1989 bis 2014 dem Stadtrat an. Und von 1999 bis 2004 war Martin Schulz stellvertretender Bürgermeister. Sein kommunalpolitscher Schwerpunkt war die Stadtentwicklung. Als stellvertretender Vorsitzender des dafür zuständigen Fachausschusses begleitete der Bad Waldliesborner eine Vielzahl von Entscheidungen der lokalen Bauleitplanung. Dies ebenso von 2009 bis 2014 in seiner Funktion als Vorsitzender des Aufsichtsrates der GWL (damals Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft Lippstadt, die inzwischen als Grundstücks- und Wohnungsbau GmbH Lippstadt firmiert). Dabei stand für ihn stets der soziale Wohnungsbau im Fokus. Er habe Lippstadt „maßgeblich mitgeprägt“ stellte Christof Sommer im November 2016 in seiner Würdigung der Verdienste von Martin Schulz heraus. Und der frühere Vorsitzende des Lippstädter Stadtrates und Chef der Verwaltung unterstrich bei der Übergabe des Ehrenringes an den Ausgezeichneten dessen Geschick für „pragmatische Lösungen“, die er auch als Schiedsmann und als Vormann des städtischen Seniorenbeirates bewiesen habe. Nach Jakob Koenen (1907-1974) in 1966, Werner Roß (1927-2011) in 1978, Horst Schneider (1933-2015) in 2000 und Walter Neumann (1932-2015) in 2002 wurde Martin Schulz in 2016 als fünfter SPD-Ratsherr mit dem Ehrenring gewürdigt.

Dankesworte

Bemerkenswert waren auch die Worte von Martin Schulz, mit denen er auf die ihm zuteil gewordene Auszeichnung erwiderte. Er sprach rückblickend auf seinen Einsatz für das Gemeinwesen von einer „rasanten Zeit“. Lippstadt habe „die letzten Jahrzehnte gut gemeistert“ und er sei froh „einen kleinen Beitrag dazu geleistet zu haben“. Und in Abwandlung eines bekannten Zitats des 35. Präsidenten der USA, John Fitzgerald Kennedy (1917-1963), forderte er dazu auf, „nicht fragen, was Deine Stadt für Dich tun kann, sondern was Du für Deine Stadt tun kannst“.

Lünen am Dienstag, 27. Mai 2025:
Martin Schulz (Bildmitte) als Mitglied einer parteiübergreifenden Lippstädter Delegation, die sich auf einem Übungsplatz der Verkehrswacht in Lünen vielfältige  Informationen der dort vermittelten Maßnahmen zur Sicherheit im Straßenverkehr verschaffte.
Archiv-Foto: Karl-Heinz Tiemann

Seniorenbeirat

Zurück zum langjährigem Mitwirken von Martin Schulz für das Gemeinwesen: Bereits unmittelbar nach seinem Abschied aus dem Stadtparlament im Frühjahr 2014 engagierte er sich im Seniorenbeirat der Stadt Lippstadt. Von 2014 bis 2020 als Vorsitzender, von 2020 bis 2025 als stellvertretender Vorsitzender und in der aktuellen bis 2030 gehenden Periode des Stadtrates erneut als Vorsitzender des Seniorenbeirates. Für jenes Gremium, das die Interessen der Lippstädter Senioren vertritt und das Recht hat, Anträge, Empfehlungen und Stellungnahmen in den Rat einzubringen. Unter anderem zur Stadt- und Verkehrsplanung, Freizeit und Sport sowie zum Sozial- und Gesundheitswesen.

Sozialdemokratie

Überdies ist der Familienvater von zwei erwachsenen Kindern und Opa von vier Enkeln auch für die Arbeitsgemeinschaft der Seniorinnen und Senioren in der Lippstädter Sozialdemokratie ein unentbehrlicher Aktivposten. Seit vielen Jahren gehört er dem Vorstand der recht emsigen Vereinigung an. Zuletzt – am Donnerstag, 11. Juni 2026 – wurde Martin Schulz erneut als Beisitzer in das Leitungsgremium von 60plus berufen. Zudem hat der Bad Waldliesborner sämtliche politische Begebenheiten von der Kommune über das Land und den Bund bis zu Europa in Brüssel und Straßburg fortwährend im Blick und scheut sich nicht, seine kritischen Einwürfe öffentlich zu artikulieren.

Hinweis

Dieser Beitrag wurde für die Ausgabe 8 aus 2026 von Rote Lippe Rose erstellt. Vorab erfolgt am heutigen Geburtstag von Martin Schulz durch den Verfasser der Zeilen eine Veröffentlichung.

Hans Zaremba

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