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Innenstadt nicht sterben lassen

Leon Brintrup soll mit seiner Tätigkeit im Stadthaus und vor Ort in der City zur Entwicklung einer lebenswerten und wettbewerbsfähigen Innenstadt beitragen. Was sich hinter diesem Auftrag verbirgt, erläuterte der städtische Angestellte in der jüngsten Runde der Seniorinnen und Senioren in der Lippstädter Sozialdemokratie.

Leon Brintrup zu Gast bei SPD-Seniorengruppe

Leon Brintrup bekämpft in Lippstadt den Leerstand.

Ansprechpartner

Sein Auftrag als „Wahl-Lippstädter“, wie er sich vor der SPD-Arbeitsgemeinschaft bezeichnete, ist, „Ansprechpartner für die Belange der Innenstadt“ zu sein. Demnach gehören zu seinen Aufgaben die Vernetzung von Menschen, das Erkennen von Handlungsbedarfen, Dialogangebote und das Akquirieren von Fördermitteln. Dies will der 36 Jahre alte städtische Angestellte aus dem Fachdienst Bauverwaltung durch eine häufigere Präsenz in der Fußgängerzone sowie Kontakten zu Gewerbetreibenden und Bürgerschaft erreichen. Mit seinem bebilderten Vortrag in der Begegnungsstätte der örtlichen SPD stellte Leon Brintrup die Personen vor, die ihn bei seinem Engagement für die Innenstadt begleiten: Carmen Harms und Christoph Hermes (Kultur und Werbung Lippstadt GmbH), Holger Gebauer und Kurt Weigelt (Wirtschaftsförderung Lippstadt GmbH) sowie Heinrich Horstmann und Ulrike Möring (Fachbereich Stadtentwicklung und Bauen im Stadthaus). Für sein berufliches Wirken in Lippstadt bringt Leon Brintrup Erfahrungen aus seiner 18 Monate währenden Arbeit als Innenstadtkoordinator bei der Alten Hansestadt Lemgo mit. Dort kümmerte er sich im Wesentlichen um Leerstände in Einzelhandel und Gastronomie im Zentrum der knapp 40.000 Einwohner umfassenden vormaligen Kreisstadt in Ostwestfalen-Lippe in der Nähe der Großstadt Bielefeld.

Anstoß für das Zentrenmanagement

Leon Brintrup hob in der Versammlung der Seniorinnen und Senioren der SPD hervor, dass sich die Stadt Lippstadt bereits seit Jahren kontinuierlich mit der Entwicklung und der Stärkung ihres Stadtkerns befasse. Deshalb ist sie auch über drei Jahrzehnte schon Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft Historische Stadt- und Ortskerne. Das baukulturelle Erbe der Innenstadt zu schützen und als Ausgangspunkt der städtebaulichen und funktionellen Entwicklung zu definieren, sind Teile der freiwilligen Verpflichtung, die sich Lippstadt auferlegt hat. Angesichts der bundesweit zu beobachtenden Veränderungsprozesse in den Innenstädten, habe das Land Nordrhein-Westfalen mit seinem Sofortprogramm ZIO (Zukunftsfähige Innenstädte und Ortszentren) im Sommer 2020 reagiert. „Lippstadt nutzt diese Unterstützung durch Fördermittel, um das Zentrenmanagement anzustoßen“, erklärte Leon Brintrup und berichtete aus der Praxis von Maßnahmen, mit denen wieder einige längere Leerstände neu belebt werden konnten. Als Beispiel führte er das ehemalige Geschäft der Vollreinigung Heckmann in der Rathausstraße an. Dort befindet sich nun Pekivo Strickdesign. Die jetzige Mieterin und die Eigentümerin wurden für die von ihnen geschlossene Vereinbarung durch das Förderprogramm ZIO (Zukunftsfähige Innenstädte und Ortszentren) des Landes Nordrhein-Westfalen unterstützt.

Austausch

Darüber hinaus setzt der Lippstädter Zentrenmanager für die Findung von Ansätzen für seine Arbeit auf viele Gespräche. So auch auf einem Austausch mit Schülerinnen und Schüler im Wirtschafts-Politik-Unterricht. Bei diesem Termin hat er von seinem Arbeitsalltag berichtet und Fragen der Achtklässler beantwortet. Zudem von ihnen Anregungen zur Stärkung der Innenstadt erhalten: Unter anderem für mehr Cafés und Fahrradständer.

Hans Zaremba

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