Noch ein knappes halbes Jahr, dann wird in Lippstadt die traditionsreiche Herbstwoche auf 100 Jahre ihres Bestehens zurückschauen. Folglich auch ein Thema, als sich am Donnerstagabend der Heimatbund zur Jahreshauptversammlung im Rathaussaal traf. Dort referierte der örtliche Historiker Dr. Wolfgang Maron über die bisherige Geschichte der in 1926 zum ersten Mal in Lippstadt durchgeführten Herbstwoche. Diese Veranstaltung verkörperte damals weniger eine Kirmes, sondern mehr die Darbietung der heimischen Wirtschaft. Dabei hätten die Verantwortlichen verstärkt ihren Blick auf das Umland von Lippstadt mit den benachbarten seinerzeitigen Kreise Beckum, Büren und Wiedenbrück ausgerichtet. Der ehemalige Leiter der Lippstädter Wilhelmschule nahm mit seinem kurzweiligen Vortrag zudem eine Betrachtung auf das in seiner Regie entstehende Herbstwochen-Spurenheft vor. Die vom Heimatbund geplante Publikation wird ausschließlich das Jubiläum der Veranstaltungswoche im Oktober zum Inhalt haben. Mehr zur Herbstwoche demnächst in den Ausgaben und auf der Homepage von Rote Lippe Rose.
Wochenrückblick von Hans Zaremba

Leon Brintrup skizzierte bei den Seniorinnen und Senioren der Lippstädter Sozialdemokraten seine Aufgabe, in der Innenstadt den Leerstand zu bekämpfen und die Aufenthaltsqualität zu steigern.
Foto: Hans Zaremba
Zentrenmanagement
Überdies fand am Donnerstag auch eine Zusammenkunft der Seniorinnen und Senioren der Lippstädter Sozialdemokraten zu den Aufgaben von und mit Leon Brintrup als Zentrenmanager der Stadt Lippstadt statt. Der Job des Mitarbeiters im Stadthaus besteht im Wesentlichen darin, die Lippstädter Innenstadt zu einem l(i)ebenswerten und wettbewerbsfähigen Ort zu entwickeln. Dazu gehören vornehmlich die Leerstandbekämpfung und die Steigerung der Aufenthaltsqualität. Auch dieses kommunalpolitisch interessante Thema wird Rote Lippe Rose mit ihrer Nummer für den Mai aufgreifen.
Umfragewerte
Einmal mehr muss auch die aktuelle schwarz-rote Koalition mit schlechten Umfragewerten leben. Während nach dem „Politbarometer“ des ZDF zum Ende des März noch 34 Prozent der Befragten mit der Arbeit der Bundesregierung zufrieden waren, zeigten sich am gestrigen Freitag lediglich noch 27 Prozent mit der vom Friedrich Merz (CDU) repräsentierten Administration einverstanden. Ebenso betrüblich sind die jüngsten Präferenzen für die Union (25 Prozent) und SPD (12 Punkte). Zugleich inszeniert sich der von der CDU gestellte Kanzler gerne als Krisenmanager, doch derzeit muss er sich vermehrt darum bemühen, dass ihm der ganze Laden nicht um die Ohren fliegt. Vor allem obliegt es ihm, den Konflikt zwischen der Wirtschaftsministerin Katharina Reiche (CDU) und dem Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) einzudämmen. Womöglich steht eine Trennung von der Ressortchefin für Wirtschaft und Energie bevor. Der einst als Oppositionsführer seinen Vorgänger Olaf Scholz (SPD) als „Klempner der Macht“ bezeichnete, ist nach einem knappen Jahr in einer ähnlich misslichen Situation angekommen. Und die persönlichen Sympathiewerte des Sauerländers sind auch alles andere als schmeichelhaft für ihn. Mit minus 1,1 wurde gerade seine schlechteste Benotung registriert, womit er in der Skala vom Rang 1 bis 10 lediglich den achten Platz einnimmt. Von Aufbruch der im Mai des letzten Jahres gestarteten Regierung ist kaum etwas zu spüren. Hingegen erinnert vieles an die im November 2024 gescheiterte Ampel-Verbindung aus SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP.
Durststrecke
Drei Partien ohne einen Dreier beim aufstiegswilligen SV Lippstadt 08 haben die zuvor mit drei Siegen in Folge verwöhnten Schwarz-Roten auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Zwar ist die angepeilte Rückkehr des SV in die Regionalliga noch nicht abgehakt, aber aus eigener Kraft wird es nun für die Männer Felix Bechtold schwer. Jetzt kommt es darauf an, ob dem SV 08 am Sonntagnachmittag um 15.00 Uhr ein Sieg gegen den SV Schermbeck gelingt. Er ist zwingend erforderlich, wenn Lippstadt im Rennen um den Aufstieg nicht den Anschluss verlieren will. Und aus der Zweiten Liga streben zwei westfälische Vereine den Sprung ins Oberhaus an. Mit ihren Tabellenplätzen haben der FC Schalke 04 (Erster) und SC Paderborn 07 (Verfolger) durchaus Chancen, diesem Ziel näherzukommen. Um dies zu untermauern, sollten die Blau-Weißen aus dem Revier (am Sonntag gegen Münster) und die Blau-Schwarzen aus dem Hochstift (am heutigen Samstag in Hannover) jeweils einen Sieg einfahren.
Hinweis
Diese Zeilen wurden am Samstag, 18. April 2026, um 11.00 Uhr, veröffentlicht.