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Marie-Louise Eta betreut Union Berlin

Die auffälligste Meldung des 29. Bundesliga-Spieltages war nach dem Rauswurf des Kultcoachs Steffen Baumgart die Berufung von Marie-Louise Eta als Nachfolgerin bei Union Berlin. Damit übernimmt erstmals in der Geschichte des in 1963 gestarteten Oberhauses eine Frau das Traineramt eines Clubs in der deutschen Fußball-Beletage.

Der Bundesligakommentar von Hans Zaremba

Kritisiert Borussia Dortmund im Umgang mit dem neuen Vertrag für Nico Schlotterbeck:
Dies ist eines der Themen in der jüngsten Ausgabe der Bundesliga-Kolumne des Chronisten der Lippstädter BVB-Freunde, Hans Zaremba.

Berlin

Vor der Rochade in Köpenick hatten die Eisernen beim Schlusslicht Heidenheim mit 1:3 überraschend verloren. Das Ende des einstigen Paderborner Übungsleiters bei Union war angesichts des Tabellenstands der Berliner auf dem elften Rang mit einem Vorsprung von sieben Punkten zum Relegationsplatz eigentlich nicht zu erwarten. Zudem hatte der 1. FC Union erst im Januar den Vertrag mit seinem früheren Stürmer vorzeitig verlängert. Die neue Verantwortliche, die ab dem Sommer die Bundesliga-Frauen der Köpenicker übernehmen soll, verfügt durch ihre Tätigkeit als Co-Trainerin des Männer-Bundesligisten von November 2023 bis Mai 2024 bereits über Erfahrungen im schnelllebigen Business des Fußballs.

Heidenheim

126 Tage musste der 1. FC Heidenheim auf einen Dreier warten. Übersetzt: 15 Partien in Folge konnten die Württemberger nicht mehr siegreich beenden und zehnmal hatten sie eine Niederlage hinzunehmen. Übrigens: Der letzte Erfolg des Aufsteigers des Jahres 2023 war am Nikolaustag 2025 das 2:1 im Südwestderby mit Freiburg. Gleichwohl erscheint es zweifelhaft, ob die von Frank Schmidt betreuten Kicker noch die Relegationsspiele erreichen.

Dortmund

Überlagert wurde die Heimpleite der Dortmunder beim 0:1 gegen Leverkusen von einem medizinischen Notfall im Zuschauerbereich, als eine Person reanimiert werden musste. Folglich stellten die Fangruppen ihre Unterstützung für die beiden Mannschaften ein, was eine stille Atmosphäre – auch bei den Lippstädter „Optimisten“ – im früheren Westfalenstadion auslöste. Laut war es hingegen auf der Südtribüne, als der Abwehrchef Nico Schlotterbeck beim Betreten des Rasens mit gellenden Pfiffen empfangen wurde. Es war die Antwort auf die wochenlangen Debatten, die vor der Kontrakt-Verlängerung des Nationalspielers mit Dortmund bis 2031 registriert wurden. Der Verdruss der BVB-Freunde richtet sich speziell gegen eine mögliche Ausstiegsklausel im neuen Arbeitspapier des in 2022 im Revier angedockten Innenverteidigers. Die Anhänger der Schwarz-Gelben vermissen beim Profi ein klares Bekenntnis zur Borussia. Dies betonte am vergangenen Sonntagmorgen auch ein Anrufer beim „Doppelpass“ von „Sport 1“. Für Klarheit könnte Dortmund sorgen. Doch der neue Sportdirektor Ole Book sagte zum Bezahlsender „DAZN“: „Wir haben uns die ganze Zeit nicht zu Vertragsinhalten geäußert, und das werden wir auch weiterhin nicht tun.“ Somit werden sich die Spekulationen um den BVB-Vizekapitän vermutlich über das Weltturnier in Amerika hinaus bis zum Saisonstart 2026/27 hinziehen.

München

Dass der FC Bayern München mit seinen insgesamt 34 Meisterschaften und 33 Titeln in der Bundesliga als das Maß der Dinge in Deutschland gilt, überrascht nicht. Mit ihrem im Match bei den Kiezkickern St. Pauli erzielten 5:0 erreichten sie einen neuen Rekord von 105 Buden, der in den noch restlichen fünf Auftritten ausgebaut werden dürfte. Zum Vergleich: Der erste Verfolger – Borussia Dortmund – kam im vergleichbaren Zeitraum auf lediglich 60 Treffer. Noch beeindruckender ist die Tordifferenz des Titelverteidigers von 78 im Vergleich mit dem potentiellen Vizemeister, wo sich der Unterschied lediglich auf 31 Tore beläuft.

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