Traditionell finden während der Schulferien in Nordrhein-Westfalen in der Regel keine Sitzungen der politischen Gremien der Stadt Lippstadt statt. So auch in der Woche nach Ostern. Damit war die Nachrichtenlage zur Kommunalpolitik in den vergangenen Tagen recht bescheiden.
Wochenrückblick von Hans Zaremba

Der Gedenkstein an der St. Josephkirche geschmückt mit Kränzen. Daneben präsentierte die Industriegewerkschaft Metall (IGM) ein Banner. Archiv-Foto: Karl-Heinz Tiemann
Erinnerung an die Opfer des Nazi-Regimes in 1945
Wie in den Jahren zuvor fand auch am Karsamstag 2026 am Gedenkstein an der St. Josephkirche ein Gedenken der Opfer des Nazi-Regimes in der Karwoche 1945 statt. Dazu wird an dieser Stelle die von der Stadt Lippstadt veröffentlichte Pressemitteilung übernommen. In der Karwoche 1945 wurden sechs Arbeiter und sieben französische Zwangsarbeiter der Union-Werke in Lippstadt Opfer des Naziregimes. Die sechs deutschen Arbeiter und sieben französischen Zwangsarbeiter waren verhaftet worden, weil die Deutschen ihr Brot mit den Zwangsarbeitern geteilt hatten. Sie wurden in der Nacht auf Karfreitag 1945 erschossen. Die Stadt Lippstadt und der Deutsche Gewerkschaftsbund, Kreisverband Soest, nahmen dieses tragische Ereignis zum Anlass für ein Gedenken am Karsamstag, 04. April 2026, am Gedenkstein an der Josephkirche. Redner waren die stellvertretende Bürgermeisterin Nicole Thomann, der Kreisvorsitzende des DGB (Deutscher Gewerkschaftsbund), Holger Schild, und Wilfried Stockhaus vom Internationalen Rombergpark-Komitee aus Dortmund. Musikalisch haben Bianca Zielke und Jörg Schnieder die Gedenkveranstaltung begleitet. Zu dieser Gedenkveranstaltung waren alle Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt eingeladen.
Zank in der Bundesregierung
In Berlin war in der letzten Woche der Bundeskanzler Friedrich Merz deutlich genervt von seinen Kabinettskollegen. Unzufrieden ist der CDU-Mann mit der Performance seiner Ministerinnen und Minister in der Debatte über die gestiegenen Energiepreise und Sozialstaatsreformen. Besonders im Blick hat der Regierungschef die von seiner Partei gestellte Wirtschaftsministerin Katharina Reiche. Nach einer Meldung des Nachrichtenmagazin Der Spiegel am gestrigen Freitag ist der Kanzler „befremdet über den öffentlichen Schlagabtausch“ zwischen Katharina Reiche und der SPD. Demnach mahnte der CDU-Chef seine Parteifreundin zur Zurückhaltung. Überdies schreibt das Hamburger Blatt „Zur Energiepolitik hat es im Ministergespräch am Donnerstag eine klare Verabredung gegeben. Ziel ist es, Vorschläge einvernehmlich zu erarbeiten.“ Dies soll am Donnerstag im Kanzleramt zwischen dem Bundeskanzler, der Wirtschaftsministerin und sowie dem Vizekanzler und Finanzminister Lars Klingbeil verabredet worden sein. Doch davon konnte am Freitag jedoch nicht die Rede sein, als die CDU-Frau ihren SPD-Kollegen öffentlich scharf attackierte, während dieser mit Vertretern von Gewerkschaften und Arbeitgebern bei einem Krisengipfel im Finanzministerium zusammensaß. Obwohl auch Katharina Reiche vom Vizekanzler eingeladen war, zog diese es vor, fernzubleiben und ihre Position in einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz herauszustellen. Kein gutes Zeichen für die im Mai 2025 gebildete Bundesregierung. Diese Abläufe erinnern an die im November 2024 gescheiterte Ampel-Koalition aus SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP.
Ernüchterung bei den Schwarz-Roten in Lippstadt
Nach einer Serie von drei gewonnenen Spielen in der Oberliga Westfalen musste sich der SV Lippstadt zu Ostern mit zwei Unterentschieden begnügen. Auf das 1:1 bei der zweiten Auswahl von Arminia Bielefeld am Gründonnerstag folgte am Ostermontag im Auswärtsspiel mit Eintracht Rheine ein torloses Remis. Da parallel die Konkurrenten im Rennen um den Aufstieg in die viertklassige Regionalliga allesamt ihre Begegnungen gewannen, rutschte Lippstadt vorerst auf den vierten Rang ab. Nun muss die Crew von Felix Bechtold, die gegenwärtig den zweiten Platz in der Tabelle einnimmt, am Sonntagnachmittag beim Zweiten der Oberliga, Westfalia Rhynern, auflaufen. Drei Punkte sollten es schon sein, wenn man in Lippstadt die Chance auf eine baldige Rückkehr in die Regionalliga nicht verlieren will. Zum Schluss noch ein Blick auf die Zweite Liga: Dort liegt das Feld der potentiellen Aufsteiger in die Beletage hinter den führenden westfälischen Vereinen FC Schalke 04 und SC Paderborn 07 dicht beieinander. Ähnlich sieht es in der Abstiegszone aus. Durchaus spannende Konstellationen, die viele Fußballfans erfreuen. Dabei schaut die erste Mannschaft von Arminia Bielefeld nach ihrer Schlappe von 1:4 beim Karlsruher SC am Freitagabend sorgenvoll auf den weiteren Verlauf der Zweiten Liga. Angesichts der knappen Ausgangslage im Fußball-Unterhaus befinden sich gegenwärtig neben den Männern aus der Leineweberstadt auch die Fußballer von Preußen Münster in großer Gefahr, die als Schlusslicht am Samstagmittag um 13.00 Uhr den Vorletzten, die SpVgg Greuther Fürth, empfangen.
Hinweis
Dieser Beitrag wurde am Samstag, 11. April 2026, um 12.00 Uhr, veröffentlicht.