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Abschied und Neustart

Der Geschäftsführung der Stadtwerke Lippstadt steht ein neuer Aufsichtsrat zur Seite. Alle politischen Vertreter des Gremiums und deren persönliche Stellvertreter wurden vom Stadtrat Ende des letzten Jahres gewählt. Zugleich ging für fünf von ihnen die Tätigkeit teilweise nach jahrzehntelanger Arbeit in der Runde zu Ende. Der Vorhang auf dieser Bühne schloss sich auch für den Betriebsratsvertreter. Der Aufsichtsrat besteht aus neun politischen Delegierten und eine Person der Arbeitnehmerseite. Der Betriebsrat und der Stadtkämmerer nehmen mit beratender Stimme an den Sitzungen des Aufsichtsrats teil. Der Bürgermeister ist geborenes Mitglied im Kreis der Aufseher.

Treffen des Aufsichtsrates der Stadtwerke Lippstadt

Lippstadt im August 2014:
Über viele Jahre bildeten Udo Strathaus (links) und Siegfried Müller ein erfolgreiches Duo für die Entwicklung der Stadtwerke Lippstadt.
Archiv-Foto: Uwe Häger (Stadtwerke Lippstadt)

Anerkennung

Mitte Dezember war das neu gebildete Gremium zu seiner konstituierenden Sitzung erstmals zusammengekommen. Zum neuen und alten Vorsitzenden bestimmten die Kontrolleure Peter Cosack (CDU), zu seinem Stellvertreter den SPD-Politiker Thomas Morfeld. Das neue Gremium genehmigte in seiner ersten Sitzung die Investitionsplanung für 2026, die Gewinn- und Verlustrechnung für das neue Jahr und den Stellenplan. Termingründe verhinderten im Weihnachtsmonat eine würdige Verabschiedung der ausscheidenden Mitglieder und eine angemessene Einführung und Begrüßung der neuen Formation der Aufseher. Das wurde nun im Landhaus Günther im Lippstädter Ortsteil Hörste nachgeholt. Dabei galt der Blick des Aufsichtsratsvorsitzenden vor allem den ausscheidenden Mitgliedern des Aufsichtsrats, die teilweise mehr als 25 Jahre die unternehmerische Entwicklung der Stadtwerke begleitet und mit geformt hatten.Allen voran Udo Strathaus, der bereits 1999 in den Kreis des Aufsichtsrates eintrat, über zwei Perioden stellvertretender Vorsitzender war und von August 2014 bis Juni 2017 den Vorsitz hatte. Trotz seines Rückzuges aus dem Stadtrat entsandten ihn die Sozialdemokraten aufgrund seiner Kenntnisse in der laufenden Legislaturperiode in den Aufsichtsrat der HochsauerlandEnergie.Der frühere SPD-Ratsherr gestaltete wesentliche Entwicklungen des Versorgers mit. In die Zeit seiner Mitgliedschaft im Aufsichtsrat fiel die Gründung aller Stadtwerke-Töchter, der Wadersloh Energie, der Gemeindewerke Bad Sassendorf, der HochsauerlandEnergie (einschließlich der Netzgesellschaften) und die Gründung der Windparkgesellschaft. 

Udo Strathaus und Franz Gausemeier

Ebenso hat Udo Strathaus die Hellweg Energie als reine Vertriebsgesellschaft, die Lippstädter Ladesäulen GmbH und nicht zuletzt die Gründung der Energie Allianz Bayern mit inzwischen vier Beteiligungen an Windparks und drei weiteren Gesellschaften für Photovoltaik-Anlagen mit vorangetrieben. Damit war der vormalige Stadtvertreter ganz erheblich am Ausbau des grünen Portfolios des Versorgers beteiligt. Die Übernahme der Betriebsführung der Stadtentwässerung als Anstalt des öffentlichen Rechts (AöR) vor inzwischen 21 Jahren fiel ebenfalls in seine Zeit als Aufseher. Auch Franz Gausemeier, vormals stellvertretender Bürgermeister der Stadt, ist ein ausgewiesener Kenner der Stadtwerke Lippstadt sowie deren unternehmerische Ausrichtung und strategische Entwicklung. Als ordentliches Mitglied von November 2009 bis Oktober 2025 begleitete der langjährige Ortsvorsteher von Cappel die Neuausrichtung des Unternehmens durch den Aufbau verschiedener Beteiligungen. Neben dem Kontrollgremium der Stadtwerke arbeitete der CDU-Politiker in Gremien der Tochtergesellschaften, etwa der Wadersloh Energie.

Josef Pereira

Der frühere Bürgermeister Arne Moritz (CDU), Christian Winkelmann (FDP) und Hans Karliner (BG) waren in der abgelaufenen Wahlperiode von Dezember 2020 bis Oktober 2025 ordentliche Mitglieder des Aufsichtsrates. In diese Phase fielen über die Energie Allianz Bayern die Neugründungen der Solarenergie Bayern, Solarenergie Bayern II, Solar Energie Bayern Plus, der Windpark Brunn, ferner der Windpark Meschede und die Lippstädter Ladesäulen GmbH. BG-Vertreter Hans Karliner, der sich an diesem Abend im Landhaus aus gesundheitlichen Gründen entschuldigen ließ, war schon einmal in den Jahren 2011 bis 2014 Mitglied im Aufsichtsrat. Er nahm diese Aufgabe stellvertretend für den BG-Vorsitzenden Hans-Dieter Marche wahr. Josef Pereira stand dem Betriebsrat des Unternehmens rund 20 Jahre vor. Mit seinem freiwilligen Rückzug und der Wahl eines neuen Betriebsrates Anfang März endete auch seine Zeit als ordentliches Mitglied des Aufsichtsrates. Stimmberechtigt ist der Betriebsrat in diesem Gremium nicht, aber bestens informiert ist der Arbeitnehmervertreter zu jeder Zeit. Wie Aufseher Udo Strathaus hatte Josef Pereira von allen Gründungen der Stadtwerke-Töchter tiefe Kenntnisse.

Hinweis

Der vorstehende Beitrag stammt aus der Feder von Uwe Häger, Mitarbeiter der Stadtwerke Lippstadt GmbH.

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