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Unakzeptable Worte in Köln

Mit zwei Erinnerungen für Fußball-Nostalgiker konnte der 25. Spieltag der aktuellen  Bundesliga-Runde aufwarten: An der Isar mit dem Zweikampf der dominanten Vereine der 1970er Jahre, München und Mönchengladbach. Und in Köln war es die Reminiszenz an das letzte klassische Finale um die Meisterschale in 1963 mit den Geißböcken aus der Domstadt und der Borussia aus dem Revier. Während die Bayern im Vergleich mit ihrem vormaligen Angstgegner ein 4:1 einsackten, erlitten die Kölner gegen den BVB mit dem 1:2 eine erneute Niederlage im Ringen um den Klassenerhalt.

Der Bundesligakommentar von Hans Zaremba

Das 2:1 von Dortmund in Köln ist für ihn nur ein Pflichtsieg.
Das meint der Chronist der Lippstädter BVB-Freunde, Hans Zaremba, zum Dreier der Schwarz-Gelben beim Effzeh.

Köln

Es war aber nicht nur der Ärger über die sportlichen Geschehnisse, der die Gemüter im einstigen Müngersdorfer Stadion bewegte. Völlig unakzeptabel waren die Worte des Stadionsprechers Michael Trippel mit „Pfui! Widerlich!“, als er den Referee Daniel Siebert nach dem Platzverweis von Jahmai Simpson-Pusey attackierte. Anerkennung gebührt dem Geschäftsführer der Kölner, Thomas Kessler, der die Sprüche des Effzeh-Mitarbeiters bei „Sky“ relativierte: „Wir sollten den Schiedsrichter nicht über den Stadionsprecher bewerten.“

Dortmund

Für die Dortmunder war der Erfolg gegen die eine Halbzeit in Unterzahl spielenden Kölner ein leidlicher Pflichtsieg nach dem Aus in der Champions League und der Pleite im Liga-Klassiker mit den Bayern. Zum Behagen ihrer Fans – auch bei den Lippstädter „Optimisten“ – konnten die vom Coach Niko Kovac formierten Schwarz-Gelben ihren Vorsprung von sechs Zählern auf den Dritten TSG 1899 Hoffenheim wahren. Der Dorfverein dürfte mit 4:2 beim FC Heidenheim den Abschied der Ost-Württemberger in die Zweite Liga beschleunigt haben.

Leverkusen

Einmal mehr kassierte Leverkusen durch das 3:3 in Freiburg einen Rückschlag im Rennen um einen Platz in der europäischen Königsklasse in 2026/27. Zutreffend war die Beurteilung des Sport-Geschäftsführers der Werksauswahl aus dem Rheinland, Simon Rolfes, vor dem Beginn der Begegnung im Breisgau: „Die Champions League – das wird eine Reise bis zum Saisonende, um da reinzukommen. Es ist klar, dass wir darum kämpfen müssen.“ Dies verstärkt mit Stuttgart und Leipzig, die bisher jeweils drei Punkte mehr auf dem Konto haben.

Wolfsburg

Denkbar misslich war die Konstellation für den VfL Wolfsburg bereits vor seinem Heimspiel gegen den HSV: Lediglich einen Dreier aus elf Treffen, jedoch sechs Reinfälle in den letzten sieben Partien und der 17. Rang in der Tabelle. Durch ihr 1:2 gegen den Oberhaus-Rückkehrer aus Hamburg hat sich die Lage für die Wölfe von neuem verschärft. Folglich überraschte die Abberufung des erst im November 2025 zum Cheftrainer bestimmten Daniel Bauer nicht. Damit haben die vom örtlichen Autokonzern begleiteten Grünweißen nach Paul Simonis schon ihren zweiten Betreuer in der 63. Liga-Auflage verschlissen. Nun soll es als dritter Coach in 2025/26 mit Dieter Hecking, ehedem Jugendspieler in Lippstadt, richten.

Hamburg

Hingegen konnten die Hanseaten drei wichtige Punkte im Wettbewerb für ihren Verbleib im Oberhaus mitnehmen und die unterhalb der Woche vor heimischer Kulisse erlebte Einbuße aus dem Nachholspiel gegen Leverkusen (0:1) ausgleichen. Indessen kam der Lokalrivale St. Pauli gegen Frankfurt über ein 0:0 nicht hinaus. Dies ist im Abstiegskampf zu wenig, zumal der SV Werder Bremen bei Union Berlin in Köpenick mit 4:1 drei Zähler einsackte.

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