Auch im Kellerduell mit Augsburg konnte Heidenheim trotz eines engagierten Auftritts nichts ausrichten. Durch ihr 0:1 blieben die Ost-Württemberger bereits zum neunten Mal in Folge sieglos. Als Schlusslicht hat das von seinem Langzeit-Coach Frank Schmidt betreute Team weiter einen Rückstand von sechs Punkten auf den Relegationsrang. Viel deutet darauf hin, dass der Aufsteiger des Jahres 2023 in dieser Saison die Bundesliga nicht halten wird. Akut gefährdet sind ebenso die Kiezkicker aus Hamburg, die lediglich 17 Zähler aus den bisherigen 22 Begegnungen einsackten.
Der Bundesligakommentar von Hans Zaremba

Hamburg
Hingegen sammelt der Lokalrivale des FC St. Pauli, der Hamburger SV, weiter fleißig Punkte im Kampf um den Klassenerhalt. Nach dem 3:2 vor heimischer Kulisse im Vergleich mit Union Berlin sind die Rothosen nun seit fünf aufeinanderfolgenden Spielen ungeschlagen. Für den Übungsleiter der Köpenicker, Steffen Baumgart, der 2024 bei den Hanseaten als Trainer tätig war, endete die Anwesenheit an Alster und Elbe auf eine verdrießliche Art. Ein klarer Elfer wurde seiner Auswahl versagt und sie schaffte es nicht, ein leeres Tor zu treffen.
Frankfurt
Nach dem Wechsel auf dem Trainerstuhl in Frankfurt konnte die Eintracht mit ihrem neuen Betreuer Albert Riera im Treffen mit Mönchengladbach (3:0) die Serie von neun Auftritten ohne einen Dreier beenden. Erstmals keimt am Main wieder etwas Zuversicht auf. Aber in Hochstimmung verfällt bei den Hessen deshalb niemand. Indessen nehmen bei den Niederrheinern die Abstiegssorgen wieder zu. Die Niederlage bei der Sportgemeinde hat offenbart, dass die von Eugen Polanski formierte Borussia im Strafraum zu harmlos operiert.
Bremen
Ohne spürbares Resultat ist bislang in Bremen der Umbau der sportlichen Leitung geblieben. Der anstelle von Horst Steffen geholte Daniel Thioune verlor mit seiner Equipe nach der 0:1-Niederlage in Freiburg in der Begegnung gegen den FC Bayern München (0:3) auch sein zweites Match. Dabei präsentierten sich die Grünweißen von der Weser durchaus couragiert, jedoch in der Offensive fehlte es dem SV Werder an der notwendigen Durchschlagskraft.
Dortmund
Trotz des fortgesetzt eindeutigen Vorsprungs von sechs Punkten der Bayern hält Borussia Dortmund für seine Sympathisanten die Hoffnung auf ein spannendes Rennen um die Meisterschaft am Leben. Schon zur Halbzeit war das Spiel des von Niko Kovac gruppierten Ensembles gegen den FSV Mainz 05 entschieden. Und die aus Lippstadt mit einem Omnibus ins einstige Westfalenstadion gereisten Mitglieder der Fangemeinde „Optimisten“ erlebten beim 4:0 gleich zwei Matchwinner: Den Doppeltorschützen Serhou Guirassy und Julian Ryerson, der alle vier Tore der Schwarz-Gelben vorbereitete. Bereits jetzt blicken die Anhänger der Borussen auf den letzten Tag im Februar, wenn der Titelverteidiger von der Isar in der legendären Arena seines gegenwärtig stärksten Herausforderers zu Besuch ist.
Köln
Nur dreimal gelang Köln in den vergangenen 26 Jahren am Karnevalswochenende in der Bundesliga ein Dreier. Beim VfB Stuttgart war es in diesem Jahr nicht anders. Die Geißböcke, die wegen eines Vorfalls bei der Anreise des Effzeh-Gefolges auf ihren Beistand verzichten mussten, kassierten ein 1:3. Wieder ein Rückschlag für die Domstädter, um sich nach ihrer vorjährigen Rückkehr ins Oberhaus eindeutiger von der Abstiegszone abzusetzen.