Nach der ersten kompletten Arbeitswoche im gerade gestarteten Jahr 2026 ist aus der Lippstädter Kommunalpolitik nicht viel an Neuigkeiten zu berichten. Sieht man von der Meldung aus der heimischen Tagespresse ab, dass sich in Bad Waldliesborn mit Blick auf den Neubau einer Therme in Bälde nichts ereignen dürfte. Sonderlich überrascht diese Nachricht nicht. Es wird sich kaum ein privater Investor finden, der das Wagnis einer kostenintensiven Errichtung eines Bades ohne finanzielle Begleitung aus der Stadtkasse eingeht.
Wochenrückblick von Hans Zaremba

Momentaufnahme vom ersten Treffen der Gruppe „FahrradNetzWerk“ in 2026 . Von links Uwe Schemman, Heike von der Ahe und Claudia Bachmann. Dieser Zweig des Klimanetzwerkes in der Stadt an der Lippe hat nach der Weihnachtspause seine Tätigkeit mit einem anspruchsvollen Arbeitsprogramm für das Jahr 2026 wieder aufgenommen.
Foto: Karl-Heinz Tiemann
Kurortstatus in Gefahr
Was demnächst aus Bad Waldliesborn wird, ist eine andere Frage. Etliche Beobachter zweifeln schon länger, ob der Badstatus des an den Grenzen zu den benachbarten Kreisen Gütersloh und Warendorf gelegenen Lippstädter Ortsteil ohne ein Thermalbad noch lange erhalten bleibt. Bereits im Frühjahr 2019 hatte in einer öffentlichen SPD-Versammlung der „Bäderpapst“ Hans-Joachim Bädorf in seiner Eigenschaft als Geschäftsführer des Heilbäderverbandes in Nordrhein-Westfalen erklärt, dass er die Fortführung der damals noch betriebenen Therme als einen unerlässlichen Bestandteil der Angebote für die zum Aufenthalt nach Bad Waldliesborn holenden Gäste betrachte. Ob der seit November 2025 amtierende Bürgermeister Alexander Tschense diesen Aspekt für die Zukunft von Bad Waldliesborn in seiner Ansprache beim Neujahrsempfang der Stadt Lippstadt am morgigen Sonntag im Stadttheater auch aufgreifen wird, bleibt abzuwarten. Was der Vorsitzende des Rates und Chef der Verwaltung auf jeden Fall am Sonntagvormittag jedenfalls nicht tun muss, ist die von ihm vor Wochen angekündigte Verabschiedung seines Ende September 2025 abgewählten Vorgängers Arne Moritz (CDU) vorzunehmen. Darauf hat der während seiner überschaubaren Lippstädter Amtszeit von 2020 bis 2025 weitgehend wirkungslos gebliebene Christdemokrat verzichtet.
Aufstellung des Stromnetzes
Dass nach dem Stromausfall im Berliner Südwesten, von dem 100.000 Bürgerinnen und Bürger betroffen waren, vom vergangenen Samstag, 3. Januar, bis zum Mittwoch, 7. Januar, auch in Lippstadt Fragen gestellt wurden, ob sich an der Lippe ein ähnlicher Anschlag wiederholen kann, liegt auf der Hand. Diese Sorge meint der Geschäftsführer der Stadtwerke Lippstadt, Siegfried Müller, den Lippstädterinnen und Lippstädtern mit Blick auf das Leitungsnetz in der grüßten Stadt im heimischen Landkreis genommen zu haben. „Bei uns sind 100 Prozent unter der Erde. Da müsste man schon ordentlich buddeln, um einen Brand zu legen“, hatte der Mann aus der Bunsenstraße am letzten Dienstag, 6. Januar, gegenüber der örtlichen Tageszeitung mitgeteilt.
Bundesliga ist zurück
Während infolge der heftigen Schneefälle in Norddeutschland sind für den heutigen Samstag die Bundesligapartie zwischen dem Werder Bremen und die TSG 1899 Hoffenheim sowie das Treffen des FC St. Pauli mit RB Leipzig abgesagt wurden, fand am gestrigen Abend nach Beendigung der kurzen Winterpause das Match zwischen der Frankfurter Sportgemeinde Eintracht gegen den BVB 09 Dortmund statt. Dabei lieferten sich die Hessen und die Westfalen in Frankfurt einen atemlosen Schlagabtausch. Das 3:3 steht für den spannenden und unterhaltsamen Spielablauf.