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Thomas Morfeld: Kommunaler mit Bodenhaftung

In der Geschichte der Lippstädter SPD-Ratsfraktion nach der kommunalen Neuordnung im Jahr 1975 war der im August 1967 geborene Thomas Morfeld aus Esbeck ihr sechster Vorsitzender. Vor ihm übte dieses Amt Werner Franke (1928-2006) aus der Kernstadt von 1975 bis 1978, der Cappeler Klaus Helfmeier (1941-2012) von 1978 bis 1983, die Kernstadt-Sozialdemokraten Dr. Franz Walter Henrich (Jahrgang 1949) von 1983 bis 1991 und Karl-Heinz Brülle (1949) von 1991 bis 1999 sowie der Overhagener Hans-Joachim Kayser (1948) von 1999 bis Ende 2017 aus. Unterdessen sind auf Thomas Morfeld in der Rolle des Vorsitzenden der SPD-Ratsfraktion in Lippstadt Jens Behrens (1978) aus Overhagen vom Frühjahr 2023 bis zum April 2025 und nach dessen Einzug in den Bundestag Oliver Bertelt (1973) aus Benninghausen im April 2025 sowie nach der letzten Stadtratswahl im September 2025 als Doppelspitze Oliver Bertelt und der Lipperbrucher Mathias Marx (1964) gefolgt.

Ortvorsteher von Esbeck seit dem Jahr 2008

Lippstadt am Samstag, 22. November 2025:
Thomas Morfeld (links) wird vom Bürgermeister Alexander Tschense nach seinen bisherigen Amtszeiten als Ortvorsteher von 2008 bis 2009, 2009 bis 2014, 2014 bis 2020 und 2020 bis 2025 zum fünften Mal als Ehrenbeamter für Esbeck eingeführt.
Foto: Pressstelle der Stadt Lippstadt

Zurück zu Thomas Morfeld: Bei der jüngsten Wahl des Lippstädter Stadtrates am Sonntag, 14. September 2025, gewann der bekennende Anhänger von Borussia Dortmund souverän das Direktmandat im kombinierten Wahlbezirk Esbeck (Wahllokal Treffpunkt Esbeck) mit dem Quartier Mondschein in der Kernstadt (IQL: Innovation Quarter Lippstadt). Die von ihm insgesamt erzielten 49,28 Prozent sowie sein Teilresultat im Ortsteil Esbeck von 55,90 Prozent belegen die große Popularität des im benachbarten Rixbeck aufgewachsenen heutigen technischen Vertriebs-Kaufmanns einer in Baden-Württemberg ansässigen Firma.   

Lippstadt am Samstag, 16. August 2025:
Meinungsaustausch während des Kommunalwahlkampfes zwischen Thomas Morfeld (rechts) und dem einstigen Lippstädter Vizebürgermeister Martin Schulz.
Archiv-Foto: Karl-Heinz Tiemann 

Verankerung

Nicht von ungefähr war vor der Kommunalwahl 2025 in einer Facebook-Veröffentlichung der örtlichen CDU zu lesen: „Ortsvorsteher in Esbeck bleibt Thomas Morfeld.“ Ein außergewöhnliches Eingeständnis der örtlichen Mitbewerber für den Kommunalpolitiker mit Bodenhaftung, der in 2008 die Nachfolge des von 1984 bis 2008 amtierenden Herbert Heiermeier in der Funktion des „Dorfbürgermeisters“ im unmittelbar an die Kernstadt angrenzenden Stadtteil übernommen und sich rasch eine beträchtliche Wertschätzung im rund 2.300 Einwohnerinnen und Einwohner umfassenden Esbeck erworben hat. Dazu beigetragen haben dürfte auch die starke Verankerung des Sozialdemokraten im Vereinsleben des Ortsteils. So ist er ein engagiertes Mitglied des Schützenvereins in Esbeck und im Schützenjahr 2012/13 repräsentierte Thomas Morfeld mit seiner Ehefrau Sandra Morfeld die Esbecker als ihr Königspaar. Da überraschte es nicht, dass der 58-Jährige Sozialdemokrat als einziger aus seiner Partei direkt in das Lippstädter Stadtparlament für die Periode von 2025 bis 2030 eingezogen ist. Übrigens: Auch bei den Abstimmungen in 2009, 2014 und 2020 wurde Thomas Morfeld jeweils mit einem Direktmandat in die Lippstädter Ratsversammlung gewählt. Nun wurde er am dritten November-Samstag vom Bürgermeister Alexander Tschense für seine bereits fünfte Amtszeit als städtischer Ehrenbeamter für das im Rahmen der kommunalen Gebietsneuordnung vom 1. Januar 1975 in die Stadt Lippstadt eingliederte Dorf vereidigt.

Anerkennung

Eine besondere Anerkennung seiner Genossinnen und Genossen erfuhr der Esbecker nach der Kommunalwahl in 2025, als ihn die Sozialdemokraten als Anwärter für die Aufgabe des stellvertretenden Bürgermeisters der Stadt Lippstadt nominierten und der Stadtrat ihn in seiner konstituierenden Sitzung am Montag, 3. November, in das Ehrenamt berief. Durch seine Einfühlungsgabe, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen, ist Thomas Morfeld für die repräsentative Position des Vizebürgermeisters eine überzeugende Wahl. 

Hans Zaremba

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