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Von der Rente bis zum Fußball

Der politische Blick in den vergangenen sieben Tagen war auf die vom Bundestag am Freitag vorgenommene Entscheidung zum Rentenpaket der Bundesregierung mit Haltelinie, Aktivrente und Mütterrente gerichtet. Und vom speziellen Interesse für die Anhänger des Fußballsports war die Auslosung der Begegnungen der Fußballweltmeisterschaft 2026, die in Kanada, Mexiko und den Vereinigten Staaten von Amerika in drei Staaten stattfindet. Kommunalpolitisch waren in der Woche nach dem ersten Advent nur wenige besondere Punkte zu registrieren, sieht man von der Konstituierung des Jugendhilfe- und Sozialausschusses ab.

Wochenrückblick von Hans Zaremba

Kritische Blicke von Hans Zaremba auf die WM-Auslosung.

Lippstadt

Das hat Lippstadt seit der ersten Wahl einer/s Vorsitzenden für den in 1995 nach dem Beschluss für ein Stadtjugendamt erforderlichen Jugendhilfeausschuss noch nicht erlebt. Erstmals wurde ein Neuling aus der Mitte der Ratsmitglieder (Miriam Liedmeier aus der CDU) mit dem Vorsitz des städtischen Ausschusses für die Jugendhilfe und Sozialpolitik betraut. Ein mutiges Votum, eine Frau zu berufen, die bislang kaum über politische Erfahrungen verfügt. Zu hinterfragen ist jedoch, warum die Sozialdemokraten vor dem Hintergrund ihrer Kernkompetenz dieses für die Lokalpolitik bedeutende Amt nicht für sich eingefordert haben.

Alterssicherung

Nach langem Hin und Her verabschiedete am Freitagmittag der Bundestag mit der Kanzlermehrheit mit den Stimmen der Fraktionen von CDU/CSU und SPD das zuletzt heftig diskutierte Gesetzespaket zur Rente. Im Kern zielt es darauf ab, das Rentenniveau zu stabilisieren, die Erziehungsleistung von Müttern stärker anzuerkennen, Anreize für eine längere Lebensarbeitszeit zu schaffen und die betriebliche Altersvorsorge zu stärken. Zweifellos stellt dieses Resultat eine Stärkung der seit geraumer Zeit deutlich angeschlagenen Koalition dar. Wenn der Entwurf auch den Bundesrat am Freitag, 19. Dezember passiert, kann das Gesetz am 1. Januar 2026 in Kraft treten.

Wehrdienst

Zudem überwand am Donnerstag der Gesetzentwurf der Bundesregierung die parlamentarischen Hürden, der eine verpflichtende Musterung junger Männer sowie die Wiedereinführung der Wehrerfassung vorsieht. Für dieses Vorhaben stimmten in namentlicher Abstimmung 323 Abgeordnete, während 272 Mitglieder des Bundestages dagegen waren. Ob sich aber das vereinbarte Prinzip der Freiwilligkeit durchhalten lässt, bleibt abzuwarten. Unabhängig davon wollen die Lippstädter Sozialdemokaten das Thema bei ihrem traditionellen Politischen Aschermittwoch am 18. Februar, in einer öffentlichen Diskussion im Lokal von Roland Jathe aufgreifen. Dazu erwarten sie dann den ehemaligen Vorsitzenden des Verteidigungsausschusses des Bundestages, Wolfgang Hellmich (SPD), als Gesprächspartner. Mehr dazu demnächst bei Rote Lippe Rose.

Fußball

Sportlich gesehen war die Auslosung der Gruppenphase bei der kommenden Fußball-Weltmeisterschaft in 2026 für die deutsche Nationalmannschaft ein Glücksfall. Die Gegner der vom Bundestrainer Julian Nagelsmann zu nominierenden Auswahl lauten: Ecuador, Elfenbeinküste und Curaçao. Teams, die von der Crew des DFB nach der Papierform durchaus besiegt werden können. Aber bis dahin ist noch ein weiter Weg. Manches Ergebnis von Deutschland in den letzten Spielen auf dem Weg zu Qualifikation des Turniers in Kanada, Mexiko und in den USA war durchwachsen. Einmal mehr als störend war bei der im  Fernsehen ausgestrahlten Veranstaltung für die Bestimmung der WM-Gruppen die Selbstdarstellung des Präsidenten des Fußball-Weltverbandes, Gianni Infantino, und des US-Staatschefs Donald Trump mit der eigenartigen Verleihung eines „Friedenspreises“ an den politisch umstrittenen Mann aus dem Weißen Haus.

Hinweis

Dieser Beitrag wurde am Sonntag, 7. Dezember 2025, um 13.00 Uhr, veröffentlicht.

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