Nach der Konstituierungsphase des im September 2025 gewählten Lippstädter Stadtrates für die Jahre von 2025 bis 2030 stehen nun in der Lokalpolitik die ersten konkreten Entscheidungen an. Dazu wurde in der Ratssitzung am letzten Montag vom Bürgermeister Alexander Tschense und Stadtkämmerer Boris Schreiber der Etat-Entwurf für das Jahr 2026 eingebracht. Mit ihm werden sich nun die Fraktionen in der Stadtvertretung zu befassen und nach einer Mehrheit für den Haushalt des nächsten Jahres zu suchen haben. Wesentliche Erkenntnis aus den Reden der beiden Mitglieder des Verwaltungsvorstanden ist die Erklärung, dass zum Ausgleich des Haushalts ein Griff auf die Rücklagen aus der Stadtkasse erfolgen muss.
Wochenrückblick von Hans Zaremba

Damals informierte der Stadtkämmerer Boris Schreiber (links im Bild mit dem SPD-Fraktionsvorsitzenden Oliver Bertelt) die Sozialdemokraten über die finanzielle Entwicklung von Lippstadt. Am letzten Montag legte er dem Stadtrat den Entwurf für das Zahlenwerk des Jahres 2026 vor.
Archiv-Foto: Hans Zaremba
Bundespolitik
Die Bundespolitik wurde in den vergangenen Tagen wiederum von der Auseinandersetzung um die künftige Rentenversorgung bestimmt. Während der Koalitionsausschuss der aus CDU/CSU und SPD getragenen Bundesregierung den vor geraumer Zeit vereinbarten Kompromiss mit der Halteline von 48 Punkten bis 2031 bestätigt hat, scheint in der CDU/CSU-Fraktion – insbesondere in ihrer jüngeren Gruppe – noch keine abschließende Zustimmung absehbar zu sein. Dennoch wird mit Blick auf die Regierungsfähigkeit des Kabinetts von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) von einer Mehrheit für das Rentenpaket (Haltelinie, Aktivrente und Mütterrente) ausgegangen. Hingegen hat es für Bundeshaushalt des Jahres 2026 am Freitag eine Mehrheit gegeben. Das Budget sieht Ausgaben von fast 525 Milliarden Euro vor, das sind noch einmal etwa vier Milliarden mehr, als die Regierung ursprünglich veranschlagt hatte. Die Neuverschuldung steigt gegenüber dem ursprünglichen Entwurf von 90 auf jetzt knapp 98 Milliarden Euro an.
Kultur
Eine besondere Veranstaltung erlebten die Kulturfans, die am Donnerstagabend ins örtliche Stadttheater gekommen waren und dort Ulrich Tukur mit seinen Rhythmus Boys und ihrem Programm „Tohuwabohu!“ betrachten konnten. Es war eine passende Mischung aus Jazz, Schlager, etwas Rock ‘n’ Roll mit reichlich absurder Komik, die den Besucherinnen und Besuchern geboten wurde. Der lang anhaltende Applaus unterstrich die gelungene Darbietung auf der Bühne im großen Haus des Lippstädter Musentempels. Dem Jazzclub als Ausrichter des Abends ist für die Verpflichtung von Ulrich Tukur und seiner Band ein großes Lob zu zollen.
Fußball
Einen richtig guten Lauf haben derzeit die Fußballer des SV Lippstadt 08. Mit ihrem 4:1 gegen den TSV Viktoria Clarholz betonten die Schützlinge von Felix Bechtold ihr Vorhaben, im nächsten Sommer wieder in die Regionalliga West zurückkehren zu wollen. Nun müssen sie am kommenden Sonntag, 7. Dezember, bei der zweiten Mannschaft von Preußen Münster auflaufen, bevor es im letzten Match vor Weihnachten (Freitag, 12. Dezember, 19.00 Uhr) im einstigen Stadion „Am Bruchbaum“ zum Duell mit dem Tabellenführer SG Wattenscheid 09 kommt. Freude zum Jubeln hatten am Freitag auch die Anhänger von Schalke 04 über das 2:1 der Knappen im westfälischen Derby von Gelsenkirchen mit dem SC Paderborn 07. Ebenso erfreute Borussia Dortmund mit ihrem Bundesligasieg von 2:1 in Leverkusen die schwarz-gelben Fans. Nun steht am Dienstagabend im DFB-Vereinspokal erneut eine Begegnung von Dortmund gegen die Werksauswahl auf dem Programm. Das Heimrecht des BVB 09 in dieser Partie dürfte die Aussichten auf ein Weiterkommen der von Niko Kovac betreuten Kicker gewiss verstärken.