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Torloser HSV bereits in Nöten

Nach drei Aufläufen ohne Tor gewinnt bereits die Frage an Gewicht, ob der traditionsreiche HSV im Mai 2026 die Beletage des deutschen Fußballs wieder verlassen muss. Eine Gefahr, die auch die Bosse an Alster und Elbe nicht ausblenden.

Der Bundesligakommentar von Hans Zaremba

Keine guten Perspektiven für Mönchengladbach und den Hamburger SV:
Das meint der Chronist der Lippstädter BVB-Freunde, Hans Zaremba, in seiner Wochenkolumne zur Bundesliga

Hamburg

Bekanntlich entscheidet ein Tor eine Begegnung. Doch davon waren die späten Erben der einstigen Torjäger Uwe Seeler (1935-2022) und Gert „Charly“ Dörfel in ihren ersten drei Spielen nach ihrem Oberhaus-Comeback meilenweit entfernt. Während sie zum Saison-Auftakt in Mönchengladbach noch ein torloses Remis schafften, erlebten sie ausgerechnet im heimischen Volkspark im Stadtduell mit den Kiezkickern eine für die eigene Moral heftige Schlappe von 0:2. Infolge der vorhergehenden neun HSV-Pleiten bei den Gastspielen an der Isar war der übermächtige FC Bayern für die Rothosen zum regelrechten Angstgegner geworden. Das 0:5 vom vergangenen Wochenende bestätigte dies in deutlicher Ausformung. Vielleicht hat der HSV nun als Gastgeber gegen den bislang punktelosen und aktuellen Tabellenletzten der Bundesliga, 1. FC Heidenheim, bessere Perspektiven auf einen Treffer.

Dortmund

Ein Beispiel, wie man gegen die vom Langzeittrainer Frank Schmidt betreuten Baden-Württemberger zum Erfolg kommt, lieferte Borussia Dortmund mit ihrem 2:0 an der Brenz. Damit konnte der BVB zum Behagen seiner treuen Gefolgschaft und Wohlgefallen der Lippstädter Fans von den „Optimisten“ seinen positiven Saisonstart untermauern. Nach dem bitteren Unentschieden beim FC St. Pauli holten die von Niko Kovac aufgebotenen Schwarz-Gelben zwei Dreier. Dabei verschaffte ihnen in Heidenheim die frühe rote Karte für Budu Zivzivadze in der 22. Minute den Vorteil, lange in Überzahl spielen zu können. Denn Serhou Guirassy und Maximilian Beier konnten ihre Buden erst nach dem Platzverweis markieren.

Leverkusen

Nach dem in der Geschichte der Bundesliga frühesten Trainerrauswurf trat die Leverkusener Werksauswahl unter ihrem neuen Übungsleiter Kasper Hjulmand im Vergleich mit Eintracht Frankfurt gut organisiert und dominant auf. Der Lohn war ein 3:1 der Rheinländer. Zwangsläufig waren nach der Trennung von Erik ten Hag alle Augen stark auf seinen aus Dänemark geholten Nachfolger gerichtet. Der in dieser Spielzeit bisher enttäuschende Doublegewinner von 2024 lieferte jetzt einen Eindruck auf das, was sich die Verantwortlichen um Simon Rolfes von der vom Chemiegiganten geförderten Mannschaft dauerhaft erhoffen.

Köln

Ebenso schauten viele Beobachter auf den Nachbarn aus Köln, dem nach einjähriger Abwesenheit im Oberhaus mit 1:0 in Mainz und dem Heimsieg von 4:1 über Freiburg ein erstaunlich guter Beginn in die 63. Auflage der Bundesliga geglückt war. Nun rettete sich der vom einstigen Paderborner Lukas Kwasniok trainierte Effzeh in einem turbulenten Match in Wolfsburg einen Punkt. Und das 3:3 bescherte den Wölfen und Geißböcken nach Unterbrechungen wegen Regens, Pyrotechnik und Video-Prüfung eine überlange Nachspielzeit. Dafür wurde das Publikum durch eine packende Schlussphase entschädigt.

Mönchengladbach

Indessen erlitt der dritte Ligist aus dem Rheinland, Gladbach, mit dem 0:4 eine drastische Heimniederlage. Damit befindet sich die weiter torlose Borussia im Tabellenkeller. Keine guten Aussichten der Mönche auf das an diesem Sonntag anstehende Derby in Leverkusen.

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