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Abstimmungen auf der Kreisebene

Angesichts der am Sonntag, 14. September 2025, in Lippstadt anstehenden Wahlen für das Bürgermeisteramt und die Zusammensetzung des Stadtrates sind die zeitgleich anberaumten Abstimmungen für die Landratsfunktion und des Kreistages Soest in den Hintergrund geraten. Über die für diese Wahlakte unterbreiteten Vorschläge hat der Kreiswahlausschuss in seiner Beratung am Donnerstag, 10. Juli 2025, befunden.

Landrats- und Kreistagswahlen

Lippstadt am Samstag, 23. August 2025 (I):
Der Vorsitzende der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Lippstadt, Oliver Bertelt (links), vor dem Rathaus im Gespräch mit dem Kandidaten der Sozialdemokraten bei der Wahl des Landrates im September 2025, Dr. Bastian Weber aus Soest.
Foto: Hans Zaremba

Vier Bewerber für das Landratsamt

Für die Nachfolge der nicht mehr kandidierenden und seit dem Herbst 2007 amtierenden Landträtin CDU-Frau Eva Irrgang (Jahrgang 1957) aus Wickede bewerben sich vier Männer: Für die CDU das Landtagsmitglied und vormalige Rechtsanwalt Heinrich Frieling (1985) aus Ense, SPD der Staatsanwalt Dr. Bastian Weber (1993) mit Wohnsitz in Soest, Bündnis 90/Die Grünen der Selbständige aus Lippstadt Jan Hülsemann (1979) und die FDP der Erwitter Landtagsabgeordnete und Bankkaufmann Christof Rasche (1962). Der erste Wahlgang ist für Sonntag, 14. September 2025, angesetzt, ein möglicher Stichentscheid, wenn keiner der Bewerber am 14. September über 50 Prozent erreicht, soll zwei Wochen später – am Sonntag, 28. September 2025 – stattfinden. Ähnlich wie bei der Bürgermeisterwahl, für die gleichfalls am 28. September ein zweiter Termin vorgesehen ist.

Hauptthemen von Bastian Weber

Der auch in Soest vom SPD-Ortsverein für den dortigen Stadtrat aufgebotene Jurist Bastian Weber hat in seinem Kandidatenflyer für die Landratswahl drei Hauptthemen benannt: Sicherheit durch Teilhabe, wozu der Sozialdemokrat als besten Schutz vor Straftaten die Prävention herausstellt. Mehr ÖPNV wagen, um insbesondere die Situation für Kinder, Menschen mit Behinderung und Ältere zu verbessern, auch ohne Auto besser von A nach B zu kommen. Und schließlich will der SPD-Landratskandidat den Wohnraum bezahlbar machen. Dafür müsse die Wohnraumförderung im heimischen Landkreis deutlich ausgebaut werden. Konkret formuliert Bastian Weber: „Wir brauchen endlich eine kreiseigene Wohnungsbaugesellschaft, die für bezahlbare Wohnungen sorgt. Große Lösungen für große Probleme.“

Bewerberinnen und Kandidaten

Insgesamt haben elf Gruppierungen für die Kreistagswahl jeweils Personalvorschläge unterbreitet. Sie wurden von der CDU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen, FDP, Bürgergemeinschaft, AfD, Linkspartei, Partei für Soziales und Oekologie Soest, Unabhängige Wähler-Gemeinschaft, Die Partei und dem BSW (Bündnis Sahra Wagenknecht) benannt. Die auf der SPD-Liste vermerkte Rangfolge erstreckt sich auf den ersten fünf Plätzen von Dr. Bastian Weber (Soest) über Pia Marie Fischer (Anröchte), Christian Klespe (Möhnesee), Susanne Helfrich (Lippstadt) bis zu Professer Dr. Werner Kirsch (Soest). Überdies wurden für die 28 Wahlbezirke im Kreisgebiet von den politischen Gruppen Bewerberinnen und Bewerber aufgestellt. Davon entfallen unmittelbar auf Lippstadt die Bezirke 9 (mit Jonas Kayser als SPD-Bewerber), 10 (Susanne Helfrich), 11 (Claudia Hagenhoff), 12 (Thomas Totzauer), 13 (Marianne Schobert) sowie 14 (Felix Wagner). 

Wahlprogramm der Sozialdemokratie

Mit dem unter www.spd-kreis-soest.de veröffentlichten Programm Wir machen mehr aus dem, was da ist beschreibt die SPD ihr „Versprechen für die Zukunft“. Im Vorwort werden drei Begriffe betont: Stark durch Wirtschaftsförderung, Fachkräftesicherung und moderne Verwaltung. Sozial durch bezahlbares Wohnen, Ehrenamtsförderung und Bürgerbeteiligung. Zukunftsfähig durch Digitalisierung, Klimaschutz, sichere Energieversorgung und nachhaltige Mobilität. In der Einführung der Aussagen wird erwähnt, dass die SPD-Kreistagsfraktion in vielen Bereichen in der letzten Legislaturperiode bereits große Fortschritte habe durchsetzen können – auch wenn man sie der CDU manchmal geradezu abringen musste. Als konkretes Beispiel wird ein deutlich vergünstigtes Deutschlandticket genannt. Auch in der Wohnraumförderung habe man eine fühlbare Ausweitung der Wohnraumförderung durchsetzen können. Großen Problemen könne man nur mit großen Lösungen begegnen. Dafür wäre eine unter Beteiligung des Kreises Soest agierende Wohnungsbaugesellschaft notwendig, ist der Einleitung der SPD-Ziele zu entnehmen.

Hans Zaremba

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