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Schlapper Leverkusener Start

Im Mai 2024 war Leverkusen mit dem Doubleerfolg von Meisterschaft und Pokalsieg das beste Team im deutschen Fußball. Doch derweil sind diese Triumphe der Werksauswahl mit ihrem Fehlstart in die 63. Auflage deutlich verblasst. Nach der inakzeptablen Darbietung mit der peinlichen Heimschlappe von 1:2 gegen die TSG 1899 Hoffenheim folgte am zweiten Spieltag mit dem 3:3 im Treffen beim über 30 Minuten in Unterzahl auftretenden SV Werder Bremen ein klägliches Unentschieden.

Bundesligakommentar von Hans Zaremba

Sieht den BVB rehabilitiert: Das meint der Chronist der Lippstädter Anhänger von Borussia Dortmund, Hans Zaremba, zum 3:0 der Schwarzgelben gegen den FC Union Berlin.

Leverkusen

Da überraschte es nicht sonderlich, dass Robert Andrich, der Spielführer der Rheinländer, nach dem Abpfiff verbal auf dem Putz haute. Wegen der dilettantischen Vorstellung an der Weser ist jetzt in Leverkusen Krisenmanagement angesagt. Der Mega-Umbruch mit den Abgängen des Trainers Xabi Alonso (Real Madrid) und der Leistungsträger im Mittelfeld, Florian Wirtz (FC Liverpool), sowie in der Abwehr, Jonathan Tah (FC Bayern München), scheint sich zum großen Problem beim vom Chemie-Giganten geförderten Club zu entfalten. 

Dortmund

Hingegen konnte sich Borussia Dortmund nach dem enttäuschenden 3:3 zum Beginn der aktuellen Spielzeit beim FC St. Pauli nun vor heimischer Kulisse mit einem 3:0 gegen Union Berlin rehabilitieren. Vollends zur Freude der BVB-Fans, auch für die in größerer Anzahl aus Lippstadt ins einstige Dortmunder Westfalenstadion gepilgerten „Optimisten“. Zweifellos ein wichtiger Dreier für Dortmund, bevor das Oberhaus durch die Länderspiele der deutschen Nationalelf in der slowakischen Hauptstadt Bratislava sowie in Köln mit der Begegnung der Equipe aus Nordirland seine erste Unterbrechung in der noch jungen Saison einlegen muss.

Hamburg

Während in den meisten anderen europäischen Ligen (England, Frankreich, Italien, Schottland und Spanien) Stadtderbys feste Bestandteile der dortigen Termine sind, erlebt Deutschland diese reizvollen Vergleiche eher selten. Denn in der Bundesliga können sich über einen längeren Zeitraum kaum zwei Vereine aus einer Stadt halten. Zuletzt musste in Berlin die Hertha nach dem Abstieg in 2023 den Köpenickern das Feld überlassen. Aktuell erlebt Hamburg – vorerst im Fußballjahr 2025/26 – mit dem Hamburger SV und den Kiezkickern aus St. Pauli zwei Vergleiche dieser Art. Doch beim Bundesliga-Comeback im Volkspark musste der HSV gegen die Fußballer aus dem Vergnügungs-Viertel ein schonungsloses Lehrstück hinnehmen. Das 0:2 der Rothosen zeigte, dass die Gäste griffiger waren. Nicht wenige Beobachter meinten, dass statt des Unterschieds von zwei Toren die Differenz auch höher hätte ausfallen können. In dieser Gemütslage muss der Rückkehrer in die Beletage des deutschen Fußballs nach der Länderspielpause zum FC Bayern München.

Stuttgart

Die Sommerpause am Neckar wurde durch die Wechselgelüste von Nick Woldemade überlagert. Nun hat der erst 23 Jahre alte Stürmer noch knapp vor dem Ende der Transferzeit die Stuttgarter in Richtung Newcastle United verlassen. Zuvor war sein ursprüngliches Vorhaben, bei Bayern München anzuheuern, gescheitert. Womöglich ist dieser Übertritt für die Bad Cannstatter eine Befreiung. Schließlich schafften die Männer mit dem roten Brustring gegen Borussia Mönchengladbach ein hart erkämpftes 1:0. Der Trainer des VfB, Sebastian Hoeneß, kommentierte den Sieg mit durchaus passenden Worten: „Es war eine toughe Woche. Ich bin stolz auf die Jungs.“ Für die Niederrheiner und ihrem Coach Gerardo Seoane ist lediglich ein Zähler aus zwei Aufläufen wieder einmal ein Rückschlag.

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