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Pressemitteilungen für die OPTIMISTEN

Die Ära Rummenigge [07.07.2013]

Der Bundesligarückblick von Hans Zaremba

Mit dem Ende der ersten Dekade der neuen deutschen Spitzenliga verabschiedete sich im Sommer 1973 auch eine Symbolfigur aus der Bundesliga: Günter Netzer, der nach seiner aktiven Laufbahn als einer der ersten seiner Zunft Manager eines Bundesligisten war und später für seine sprachgewandten Fernsehkommentare im Duett mit Gerhard Delling mit dem Grimmepreis ausgezeichnet wurde, wechselte von den „Fohlen“ von Borussia Mönchengladbach zu den „Königlichen“ von Real Madrid.


Blickt auf 50 Jahre Bundesliga zurück: Der Chronist der Lippstädter BVB-Freunde, OPTIMISTEN, Hans Zaremba, beschreibt in seinem heutigen Beitrag die Zeit von 1973/74 bis 1982/83 im deutschen Fußballoberhaus.


1973/74

Fortan bestimmten andere die Szene, insbesondere die Spieler des FC Bayern, die 1974 zum dritten Mal in Folge die Meisterschaft gewannen und damit einen ihrer vielen Rekorde aufstellten. Die damalige Überlegenheit der Münchener belegen auch ihr erster Sieg im Europapokal der Meister im Mai 1974 und die Berufung von sieben Männern (Franz Beckenbauer, Paul Breitner, Ulrich Hoeneß, Jupp Kapellmann, Sepp Maier, Gerd Müller, Georg Schwarzbeck, von denen lediglich der heutige Arzt Kapellmann nicht im für Deutschland siegreichen WM-Finale gegen die Niederlande stand) in das Aufgebot von Bundestrainer Helmut Schön für die Fußballweltmeisterschaft 1974 in Deutschland.

1974/75

Die neue Saison bedeutete für einen Lippstädter den großen Sprung vom Banklehrling an der Lippe ins Starensemble von der Isar: Karl-Heinz Rummenigge, zuvor bei Borussia Lippstadt torhungriger Stürmer, nahm im Frühjahr 1974 das Angebot des FC Bayern an, künftig dort seine Fußballschuhe zu schnüren. Anfangs noch von Franz Beckenbauer als „Rotbäckchen“ verulkt, kam er im ersten Jahr in München auf 21 Bundesligaeinsätze und erzielte von 1976 bis 1986 als Nationalspieler in 95 Spielen 45 Tore. Meister im ersten Rummenigge-Jahr bei den Bayern wurde jedoch der Rivale aus Gladbach, wo Hennes Weisweiler mit seiner Equipe zum dritten Mal die Schale holte und sich nach Barcelona verabschiedete. Doch die Zeit bei den Katalanen sollte ein für „Don Hennes“ ein verunglückter Abstecher seines Trainerweges werden, weil er im Konflikt mit der Barca-Ikone Johan Cruyff nach nur neun Monaten den Kürzeren zog.

1975/76

Sein Nachfolger am Bökelberg wurde der im Januar 1975 nach Unstimmigkeiten mit dem damaligen Bayern-Patriarchen Wilhelm Neudecker geschasste Udo Lattek. Eigentlich hatte er bei Rot-Weiß Essen unterschrieben, ging dann aber zu Gladbach: „Was würden Sie denn machen, wenn Sie die Wahl zwischen einem Fahrrad (Essen) und Mercedes (Mönchengladbach) hätten?“ An seiner neuen Wirkungsstätte übernahm er eine intakte Mannschaft, in der Uli Stielike, Jupp Heynckes, Herbert Wimmer, Allan Simonsen, Rainer Bonhof und Berti Vogts herausragten. Der später als Fernsehplauderer tätige neue Gladbacher Trainer veränderte das Spielsystem seines Vorgängers, legte den Schwerpunkt auf die Defensive und gewann 1976 mit einer stabilen Abwehr die Meisterschaft. Als Torschützenkönig beendete der Schalker Klaus Fischer mit 29 Treffern die Saison, während Franz Beckenbauer zum vierten und letzten Mal zum Fußballer des Jahres gekürt wurde.

1976/77

Nach vierjähriger Abwesenheit war im August 1976 der BVB 09 wieder im Oberhaus und beendete sein Comeback mit einem respektablen achten Rang hinter dem Siebten, Bayern München. Gladbach holte vor Schalke mit einem winzigen Punkt Vorsprung zum fünften und vorerst letzten Mal den Meistertitel. Für Franz Beckenbauer, die Lichtgestalt des deutschen Fußballs, war mit dem Saisonende das Kapitel als Bayern-Spieler vorbei und ging auch aus privaten Gründen ins Fußballentwicklungsland USA und heuerte bei Cosmos New York an.

1977/78

Die neue Spielzeit sollte für Hennes Weisweiler zur Renaissance im deutschen Fußball werden. Mit seinem neuen Verein, die gegenwärtig nach mehreren Abstiegen nicht wieder recht auf die Beine kommenden Kölner, holte er 1978 das begehrte Double mit Schale und Pokal. Seinem damaligen Stürmer Dieter Müller glückten am 17. August 1977 gegen Bremen sechs Tore, ein immer noch gültiger Rekord. Spannend war die Meisterschaft. Drei Gegentreffer weniger gaben den Ausschlag. Köln holte am letzten Spieltag in Hamburg gegen St. Pauli ein 5:0 und Borussia Mönchengladbach besiegte in Düsseldorf den Vetter aus Dortmund gar mit 12:0. Am Schluss hatten die Mönche aber drei Tore zu viel kassiert und mussten sich zum Ende der aktiven Zeit von Jupp Heynckes mit dem Vizetitel abfinden.

1978/79

Lange hatte der HSV, der seit 1963 der Bundesliga als einziger Club ununterbrochen angehört, wenig in ihr ausrichten können. Doch 1979/80 gelang den Rothosen, als Günter Netzer Manager und Branko Zebec Trainer waren, der Durchbruch. Kevin Keegan steuerte mit 17 Toren wesentlich zur vierten HSV-Meisterschaft nach 1923, 1928 und 1960 bei. Der aus Liverpool nach Hamburg geholte Engländer galt Ende der 1970er Jahre als höchstbezahlter Fußballer der Welt und als einer der besten Spieler. Für einen anderen Goalgetter bedeutete 1979 das Ende seiner Bundesliga-Laufbahn: Gerd Müller, 365 Bundesliga-Tore und 68 Nationalelf-Treffer stehen an vorderster Stelle in den Rekordlisten, wurde im am 10. Februar 1979 von seinem Trainer Pal Csernai in Frankfurt acht Minuten vor dem Abpfiff ausgewechselt. Noch im selben Monat ging er enttäuscht in die USA, aus denen er 1984 zurückkam und später bei den Bayern in den Trainerstab eintrat.

1979/80

Im Frühjahr 1980 waren sechs Jahre vergangen, wo Bayern seine letzte Meisterschaft holte. Unterdessen war Ulrich Hoeneß auf dem Gelände an der Säbener Straße zum Boss aufgestiegen und konnte sich gleich im ersten Jahr seiner neuen Tätigkeit über den Titelgewinn freuen. Ihm war es gelungen, um Paul Breitner sowie den Torschützenkönig (26 Buden) und Fußballer des Jahres 1980, Karl-Heinz Rummenigge, ein neues überzeugendes Team aufzubauen und die Fundamente einer einzigartigen Erfolgsstory zu schaffen.

1980/81

Wie im Vorjahr bestimmten auch 1980/81 wieder Hamburg und München den Verlauf. Erneut waren es die Bayern, die den Titel ergatterten. Gelsenkirchen erlebte 1981 seinen ersten Bundesligaabstieg. Rudi Assauer, Manager und als Spieler in Dortmund und Bremen, konnte als Interimstrainer für den entlassenen Fahrudin Jusufi den Traditionsclub auch nicht retten.

1981/82

Zwei Erfolge gab es im Mai 1982 für den HSV: Die Meisterschaft und die Torjägerkanone für Horst Hrubesch, der 27-mal den Ball versenkte. Zum Hamburger Aufgebot gehörte auch Franz Beckenbauer, der in Oktober 1980 von New York an die Elbe kam. Für Hamburg kam er noch 28 Mal in der Bundesliga zum Einsatz, während er für München von 1965 bis 1977 insgesamt 396 Spiele im Oberhaus absolvierte. Neu in der Liga war Michael Rummenigge, der seinem Bruder Karl-Heinz von Borussia Lippstadt zum FC Bayern München gefolgt war.

1982/83

Hamburg vor Bremen, in der Oberliga Nord bis 1963 öfter eine Meldung, lautete am Ende der 20. Spielzeit auch in der Bundesliga der Zieleinlauf. Lediglich das Torverhältnis gab für die Hanseaten von Elbe den Ausschlag für den Titelgewinn. Zudem gelang den Hamburgern im selben Jahr in Athen auch noch der bedeutende Gewinn des Europapokals der Meister.

Ausblick

In der Ausgabe am Sonntag, 14. Juli, folgt die Dekade von 1983/84 bis 1992/93, die nach dem Mauerfall im November 1989 von vielen neuen Spielern aus der untergegangenen DDR (unter anderem Thomas Doll, Ulf Kirsten und Matthias Sammer) und durch den Gewinn der Weltmeisterschaft im Juli 1990 bestimmt wurde.

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